Besuchsprogramm II - 27. Februar - 10. März 2006

Das zweite Besuchsprogramm findet statt vom 27. Februar bis 10. März 2006. Dieses Mal wollen wir Projekte besuchen, die durch ihr Ziel, ihre Projekte breiter in der Gesellschaft zu verankern, schon länger mit städtischen Institutionen und anderen gesellschaftlichen Gruppen Kontakt haben. Wie sieht dieser Kontakt aus? Wie gelingt es den Projekten, ihren grundsätzlichen politischen Zielen treu zu bleiben und nicht durch eine neoliberale Politik vereinnahmt zu werden?

Wir haben wieder drei südliche ExpertInnen eingeladen, uns mit ihrer Sicht auf die Projekte und Probleme hier zu unterstützen.

Boniface Mabanza kommt aus der Demokratischen Republik Kongo, promoviert derzeit in Münster im Bereich Theologie und Globalisierung und ist Experte für NGOs und die Situation in Kinshasha ebenso wie für weitere afrikanische Länder.

Rhoda Viajar von den Philippinen war lange Zeit aktiv bei der Freedom from Debt Coalition, dem Antiprivatisierungsnetzwerk auf den Philippinen, und ist jetzt beim Philippine Human Rights Information Center tätig.

Graciela Draguicevich ist Mitbegründerin von Mutual Sentimiento, einer Organisation, die zunächst im Kampf gegen die Privatisierung des Gesundheitswesens ins Leben gerufen wurde, mittlerweile eine breite Palette von Projekten betreibt, darunter auch eine freie Uni und eine eigene Krankenstation. 

PROGRAMM

28.2. Besuch bei Park Fiction Hamburg
In einem mehr als zehnjährigen Prozess haben AnwohnerInnen, KünstlerInnen, Gewerbetreibende und SozialarbeiterInnen gemeinsam einen selbstgestalteten Park im Stadtteil St. Pauli erkämpft.

"Park Fiction - Wunschproduktion in einer globalisierten Stadt"
Kommentar von Boniface Mabanza

"Wünsche von unten und die Frage nach der Zukunft"
Kommentar von Katrin Steiner

Park Fiction (Hamburg)
Kommentar von Graciela Draguicevich (deutsch, español

Eindrücke vom Park Fiction-Projekt von Rhoda Viajar 

2.3. Besuch in Wuppertal
Rundgang durch die soziale und politische Realität der Stadt: Café Berlin, Brockenhaus, Wuppertaler Tafel und das Autonome Zentrum Wuppertal. Im Mittelpunkt steht die Problematik von Armut und Ein- Euro- Jobs, hier interventioniert ist das AZ interventioniert aktuell, und legt zudem großen Wert auf die eigene Unabhängigkeit.

"Zweiter Arbeitsmarkt, Ein- Euro- Jobs, Solidarität und Vernetzung - Besuch in Wuppertal"
Bericht von Ludger Weckel

"Mehr als Caritas?"
Kommentar von Boniface Mabanza 

Besuch in Wuppertal
Kommentar von Graciela Draguicevich (deutsch, español)

Eindrücke vom Besuch in Wuppertal von Rhoda Viajar 

6.3. Besuch beim Planerladen Dortmund
Der Planerladen Dortmund existiert seit 1982 in der Dortmunder Nordstadt und setzt sich für eine Verbesserung der Wohn- und Lebensbedingungen sowie eine stadtteilorientierte Stadtteil- und Quartiersentwicklung ein.

"Von Kinshasa nach Dortmund - Vergleichbare Entwicklung von Initiativen und die Konsequenzen"
Kommentar von Boniface Mabanza 

 "Eine Institution, mit der man rechnen muss"
Kommentar von Katrin Steiner

Planerladen Dortmund
Kommentar von Graciela Draguicevich  (deutsch, español)

Kommentar von Rhoda Viajar 

8.3. Besuch bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Berlin
Die Medizinische Flüchtlingshilfe Berlin vermittelt qualifizierte medizinische Behandlung für Illegalisierte, die aufgrund ihres Aufenthaltsstatus keine oder nur eine unzureichende Krankenversicherung haben.

"Unser Ziel ist es, uns überflüssig zu machen - Besuch bei der Medizinischen Flüchtlingshilfe Berlin"
Bericht von Ludger Weckel und Katrin Steiner

Kommentar von Graciela Draguicevich

Kommentar von Boniface Mabanza 

Kommentar von Rhoda Viajar (Englisch)